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Fastenzeit

Ich bin zurück! Und zwar richtig gut! Denn ich habe nach Wochen und Monaten des Bangens fantastische Nachrichten über meinen Papa für Euch!!! – und Euch auch ein paar Dinge über mich zu berichten.

Aber schön der Reihe nach. Erst einmal sorry, dass hier so wenig los war. Mich hat eine Nasennebenhöhlenentzündung derart schlimm heimgesucht, dass ich zwei Wochen komplett zu Hause verbracht habe (einzige Ausnahme: Kindergarten und Kindernotfallpraxis im ekligen Krankenhaus am Wochenende). Mir war irgendwie schon seit ein paar Wochen klar, dass mich irgendwann irgendwas erwischen wird. Diese letzten Monate haben so sehr an meinen Nerven und natürlich auch an meiner körperlichen Verfassung genagt, dass ich quasi darauf vorbereitet war, dass mich was kriegt. Was mir nicht klar war, war der fiese Umstand, dass mein Mann zeitgleich mit mir krank sein würde und das Ganze dann noch durch eine Mittelohrentzündung meiner Tochter gekrönt werden würde. ALLES AN KARNEVAL! Meiner liebsten Jahreszeit.

Aber wisst Ihr was? Ich war viel zu schlapp und viel zu besorgt um mein Kind, als das mich das so schmerzhaft getroffen hätte, wie man jetzt denken mag. Ehrlich gesagt war ich einfach nur froh, sobald ich meine Augen schließen und schlafen konnte. Um mein wunderschönes unbenutztes Meerjungfrauenkleid tut es mir schon leid, aber dann kommt es halt next year zum Einsatz.

Nun denn, genug gejammert! Es geht mir besser. Nicht wieder körperlich ganz fit, aber meiner Seele geht es bedeutend besser. DENN: Es ist wirklich ein Wunder geschehen und mein Papa ist Gott sei Dank endlich über den Berg!!! Natürlich haben auch bei ihm die letzten Monate Spuren hinterlassen – ich habe ja nicht so viel darüber geschrieben, aber glaubt mir, er war monatelang täglich in Lebensgefahr. Es fällt mir nach wie vor schwer, das in Worte zu fassen.

Alleine die Tatsache, dass er wieder sprechen, schlucken und alleine atmen kann, sind so unglaublich, dass ich mich rückblickend immer wieder frage, wie wir diese ganzen Sorgen überhaupt ertragen haben. Er hat so viel geschafft und daher bin ich mehr als zuversichtlich, dass alles wieder gut werden wird.

Mir hat mein Glaube unglaublich viel geholfen! Wenn ich etwas aus der Sache gelernt habe, dann, dass Du wirklich nie, NIEMALS (!) die Hoffnung, die Liebe und den Glauben aufgeben darfst – egal, wie aussichtslos es auch sein mag. Ich habe in den letzten Monaten so viele unglaubliche Begegnungen und Erlebnisse gehabt, Geschichten gehört und wirklich Gutes erfahren, dass ich einfach einmal kurz darüber schreiben muss! Auch, wenn es nicht zu diesem Blog passt und sicher nicht jeden anspricht.

Auch wenn ich weiß, dass es noch ein langer Weg für meine Familie und mich ist und mein Leben jetzt nicht bis ans Lebensende als Friede-Freude-Eierkuchen ohne weitere Sorgen oder Rückschläge verlaufen wird, gelingt es mir tatsächlich, sogar teilweise dankbar für bestimmte Erfahrungen der letzten Monate zu sein.

Kommen wir nun zurück zum eigentlichen Grund dieses Posts. Die Fastenzeit. Früher habe ich mir nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, zu fasten. Aber ich habe im vergangenen Jahr auf die andere Seite der Macht gewechselt 😉 und bin katholisch geworden (jooooo, ich weiß, extreeeem ungewöhnlich). Und da ich schon immer eine Streberin war, kann ich das Thema Fastenzeit nun also nicht einfach ignorieren.

Ich habe für mich als Fastenanfängerin ein Kombipaket gebastelt. Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich schon mal ein Verzichts-Projekt laufen hatte und nicht ganz so erfolgreich damit war. Aber was interessiert mich gestern, hehe? Teil eins meines Kombipaketes ist meine geliebte Schokolade. Ich esse jeden Tag nach dem Mittagessen ein oder zwei (drei oder vier) Stücke Schokolade. Die bedeuten echt Hochgenuss für mich und die spare ich mir jetzt bis Ostern mal. Ganz auf Süßigkeiten zu verzichten wäre mir zu schwer gefallen und schließlich verzichte ich ja auf noch etwas.

Auf Instagram! Zwischen Insta und mir läuft eine Art Hassliebe. Ich hasse es zu posten, ich lieeeeeebe es zu gucken. In letzter Zeit habe ich mich aber immer öfter dabei ertappt, dass ich am Tag insgesamt eine halbe Stunde damit verbringe. Finde ich ehrlich gesagt zu viel Zeit. Eine halbe Stunde die Fotos von anderen Leuten angucken? Ne. Auf die Woche darf ich mir das gar nicht hochrechnen. Ich sitze z.B abends vorm Fernseher und checke gleichzeitig Insta. Und dann wundere ich mich, dass ich nichts von dem mitbekomme, was im Fernseher läuft, oder finde es blöd, obwohl es eigentlich gut ist. Nur weil ich zu abgelenkt bin. Oder ich sitze morgens beim Frühstück und ertappe mich dabei, dass ich das Handy schon so früh in der Hand halte! Also lass ich da jetzt mal bis Ostern die Finger von und gucke, ob ich es wirklich so dringend brauche, wie ich bisher dachte.

Wie steht es mit Euch? Habt Ihr Euch auch ein "Verbot" auferlegt?

 

 

 

 


 

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Anja
Gast
Anja

Was für ein schöner, positiver Post. Ich freu mich mit dir. Und geh gleich mal auf insta um dir zu folgen (bisher irgendwie verpasst!?!). Freu mich dann noch mehr wenn die insta-Fastenzeit vorbei ist. 

Liebe Grüße aus Hamburg 

Lisa
Gast
Lisa

Wie schön, dass es euch besser geht! Das ist wirklich toll!!

Ich faste auch Alkohol und meine abendlichen Süßigkeiten. Das wird wohl echt schwierig für mich 🙈. 

Sandra
Gast

Liebe Kathrin, es freut mich sooooo sehr zu lesen, dass es deinen Papa besser geht. Gott sei Dank! Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was ich täglich, Sekunde um Sekunde durchgemacht habt. Ich drücke ihm ganz fest die Daumen, dass er bald wieder der Alte ist! Seit Jaaaahren faste ich Süßigkeiten. Allerdings habe ich immer die Schummelvariante gewählt und mir Sonntags einen Schummeltag erlaubt. Wenn wir es nämlich ganz kritisch betrachten, kommen wir nur auf 40 Tage Fasten, wenn wir die Sonntage aussparen, haha. Dieses Jahr ziehe ich es aber komplett durch. Hinzu kommt dieses Jahr noch der Verzicht auf… Weiterlesen »