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Lifestyle

Insta Detox

Wie ich Euch hier angekündigt hatte, habe ich in der Fastenzeit auf Instagram verzichtet. Nun ja, eigentlich auf Instagram und Schokolade, aber das mit der Schokolade – welche große Überraschung – hat ehrlich gesagt nicht so gut geklappt.

Es ist doch wirklich unfassbar, wie süchtig man nach dieser Süßigkeit sein kann. Und ich rede nicht von "Ohhh, ich kann nicht ohne Schokolade, ich bin so willensschwach." Nein Mann, ich bin körperschwach!

Zwei Tage ohne Schokolade und ich bekomme echt Kopfschmerzen. Fiese, gemeine Kopfschmerzen. Das Verrückte, Schokolade hilft dagegen. Es sind tatsächlich Entzugserscheinungen. Mir ist das ja schon während der diversen Diäten meines Lebens und ganz besonders letztes Jahr während meiner Sophia Thiel Zeit aufgefallen, aber so krass wie dieses Mal habe ich es noch nicht empfunden. Dabei weiß ich, dass es geht. Ich habe mal über ein Jahr aus gesundheitlichen Gründen komplett auf Süßigkeiten verzichtet und hatte da auch nicht jeden Tag Kopfschmerzen. Der Absprung ist halt so schwer. Ey, das hört sich doch echt lächerlich an, oder? Der Absprung von Schokolade, oh je oh je, nicht zu schaffen, ach Du liebe Zeit ;-). Nun denn, es gibt sicher größere Probleme, als eine Schokoladensucht.

Kommen wir daher also zu meinem erfolgreich absolvierten Insta-Detox. DAS habe ich ganz brav durchgehalten. Überraschenderweise war das viel schwerer, als ich erwartet hätte. Ich habe es ja schon gestanden: Ich liebe es zu gucken, ich hasse es, zu posten. Diese Aussage alleine ist eine todesstoßähnliche Aussage für jeden Blogger. Aber da fängt es ja schon an. Erfolgreiche Instagramer sind keine Blogger, sondern Influencer. Und damit komme ich als alter Bloghase irgendwie schwer zurecht. Ich liebe es, Posts zu schreiben. Aber ich mag es einfach nicht, mehrfach am Tag das Handy zu zücken, um etwas auf Instagram zu posten. Alleine die Hashtags rauszuwühlen und einen kurzen Text auszudenken, geht mir jedes Mal aufs Neue auf die Nerven.

Kürzlich war ich auf der Beautymesse in Düsseldorf. Auf einem von Glossybox ganz wunderbar organisierten Treffen konnte ich keine andere Bloggerin finden! "Nur" Influencer. Das hat mir irgendwie zu denken zu geben. Sollte ich mein Insta-Account doch mal etwas aktiver betreiben? Und wäre es nicht schlau, öfter Beiträge zu liken, die mir gefallen und noch öfter zu kommentieren? Nö! Ich bin und bleibe eine Bloggerin! Mit den Konsequenzen muss ich halt leben. Insta läuft den Blogs den Rang ab – im Moment! In einem Blog steckt so viel Arbeit, dass er sich in meinen Augen dadurch auch als beständig beweisen kann. Von den vielen gefakten bzw. gekauften Instagram-Followern will ich an dieser Stelle gar nicht anfangen…

Kommen wir nun dazu, warum es mir trotzdem schwergefallen ist, darauf zu verzichten. Weil ich nach wie vor gerne gucke! Ehrlich gesagt nicht mal unbedingt die Leute, denen ich folge, sondern ich gucke am liebsten die Bilder an, die mir von Instagram vorgeschlagen werden, wenn ich einfach blind die Suchfunktion aktiviere. DAS habe ich vermisst, denn für mich ist das so, wie InStyle lesen. Richtig schlimm wurde es in den letzten zwei Wochen, aber hey, ich habe es geschafft.

Viel passiert ist in dieser Zeit übrigens nicht. Ich habe natürlich ein paar Follower verloren, aber ich habe nur eine einzige Nachricht bekommen! Und in dieser wurde ich nur für ein Gewinnspiel verlinkt ;-). Gewisse Dinge einfach mal ruhen zu lassen, ist also wirklich nicht verkehrt.

Wie steht Ihr denn zu Instagram?

 

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4 Comments

  • Reply Eva

    Ich stehe dazu genau wie du liebe Kathrin! Ich gucke sehr gerne, aber ohne Geschichte fehlt gewaltig etwas. Dann frage ich mich natürlich auch wie "echt" viele Bilder dort wirklich sind. 

    Jaja die Schokolade… ich verzichte schon auf soviel im Leben (Millionärsgatte, Haushälterin, Haus auf ner Insel, ausschlafen, unbegrenztes Shoppingbudget) da nehme man mir bitte meine tägliche Tafel nicht auch noch!!! 😂

    6. April 2018 at 9:55
    • Reply Anja

      😂 da musste ich doch gerade mal laut loslachen – das ist mir glaub ich noch nie beim Lesen von Kommentaren passiert. Ich verzichte auch auf die gleichen Dinge wie Eva, daher gönne ich mir jetzt ein Nutella-Brötchen zum Frühstück. Danke für diesen schönen Tagesbeginn. 😊

      6. April 2018 at 10:30
    • Reply Kathrin

      Liebe Eva,

      vielen Dank für diesen sehr interessanten Denkansatz. So weit habe ich ja noch gar nicht gedacht! Du hast ja mal so was von Recht!!!

      7. April 2018 at 12:16
    • Reply Sandra

      Hahahaha, Eva – DAS ist wirklich wahr! Wenn wir schon schweren Herzens auf all diese Dinge verzichten, dann sollten wir uns doch die Süßigkeiten einfach lassen ;-D

      Mir geht es wie dir Kathrin. Ich kann mich einfach nicht damit anfreunden, tagtäglich mindestens drei Mal posten zu MÜSSEN um überhaupt gesehen zu werden. Ich bin natürlich bei WEITEM noch nicht da wo du mit deiner Bloggerkarriere bist, aber auch ich habe mich dazu entschieden, es nicht weiter mit Instagram zu versuchen. Ich schreibe lieber einen gehaltvollen, arbeitsreichen Beitrag auf dem Blog als 10 Nichtssagende Bilder mit dem üblichen BlaBla zu posten. Ich will damit nicht sagen, dass Instagram keine Arbeit macht (mich hat es ja schon "gestresst", als ich eine zeitlang versucht habe 1 x täglich zu posten) aber wie du sagst – irgendwie hat ein Blog am Ende doch mehr Tiefgang ohne dabei so viel vom alltäglichen Privatleben preiszugeben.

      Liebe Grüße, Sandra

      http://www.kleinesbisschen.de

      16. April 2018 at 19:00

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