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Kein Weißmehl, kein Zucker, kein Alkohol – für vier Wochen

Heute habe ich meinen guten Vorsatz in die Tat umgesetzt. Ich habe zwar kurz vor dem Jahreswechsel noch gelesen, dass meine seine guten Vorsätze innerhalb von 72 Stunden umsetzen muss, wenn sie funktionieren sollen, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen. Ich kenne mich einfach zu gut und wenn ich weiß, dass am Neujahrsmorgen Neujährchen auf mich warten und es einen Tag später noch köstliche Berliner gibt, brauche ich mir nicht vorzumachen, direkt am 01.01. mit meinem Vorhaben starten zu können.

Aber ich muss von vorne anfangen. Wie bin ich auf die Idee gekommen, ausgerechnet diese drei Dinge in meiner Ernährung zu meiden? Vor knapp drei Jahren musste ich aus gesundheitlichen Gründen von heute auf morgen zwei Monate auf Weißmehl, Zucker und Alkohol verzichten. Als ich das hörte, dachte ich, dass ich das nie schaffen würde, aber im Endeffekt war es nach einem harten und schwer durchzuhaltenden Start dann halb so wild. Man kann alles durch alles mögliche ersetzen. So habe ich z.B. weiter am Wochenende Pfannekuchen zum Frühstück gegessen – halt aus Vollkornmehl und ohne Zucker.
Statt abends über Haribo herzufallen, sind Erdnüsse und Cashewkerne meine besten Freunde geworden.
Und wenn man Apfelschorle aus einem großen Glas mit Eiswürfeln und Strohhalm trinkt, ist es fast so, als würde man einen Sekt auf Eis trinken. (Ist übrigens seit meiner Schwangerschaft mein Lieblingsgetränk in Restaurants etc. geworden. Die Kellner gucken mich zwar immer etwas seltsam an, wenn ich meine Bestellung so detailliert aufgebe, aber jeder hat doch den ein oder anderen Spleen.)

Zu Beginn musste ich damals aufpassen wie ein Luchs, denn Zucker ist überall drin versteckt. Im Salatdressing, im Ketchup und oft auch in Apfelschorle. Oh je, jetzt muss ich zukünftig auch noch bei meiner Diva-Bestellung fragen, ob die Apfelschorle zuckerfrei ist….
Nach den zwei Monaten wurde ich – abgesehen von einem wesentlich besseren Gesundheitszustand – mit viel glatterer Haut im Gesicht und drei Kilo weniger auf der Waage belohnt.
Das motiviert mich, dieses Programm nochmal vier Wochen durchzuziehen. Ich weiß, worauf ich achten muss und kenne meine Tricks. Dieses Mal wird der Einstieg eventuell etwas schwieriger, weil ich echt seeeehr viel Schokolade gegessen habe. Der Nachmittagsespresso ohne Zartbitter…ist einfach nur bitter!

Aber ich habe mich im letzten Monat echt ungesund ernährt, meine Haut sieht trocken und ein bisschen fahl aus und ich will die letzten zwei Baby-Kilos loswerden. Passend dazu wurde ich doch gestern tatsächlich – begleitet von Bauchtätscheln – gefragt, ob ich wieder schwanger sei! HELP! Sitzen die zwei Kilo etwa komplett am Bauch?!? Diese Fragerei ist echt ein Phänomen, dass ich nie begreifen werde. Hast Du kein Kind, wirst Du ständig gefragt, wann es denn endlich soweit wäre. Hast Du dann ein Kind, wirst Du spätestens wenn dieses sechs Monate alt ist, von allen Tanten, Onkel und hast-Du-nicht-gesehen-Verwandten ständig daraufh hingewiesen, dass es jetzt höchste Eisenbahn für ein Geschwisterchen wäre."Oh, sie hat einen Zahn? Dann ist es jetzt Zeit für das zweite Kind!" Hallo? Was ist das denn bitte für eine seltsame Regel?
Wie dem auch sei, das war ein kleiner Ausflug in den Irrsinn, den sicherlich alle von Euch, die auch Eltern sind, ebenfalls kennen.

Heute habe ich also mein "Project NO" gestartet. Zum Frühstück gab es Vollkornmüsli. War okay, aber kein Vergleich zu den Keksen und Kuchenstücken, die ich in den letzten Wochen zum Frühstück verdrückt habe. Mittags gab es Rindfleisch, Rotkohl und Kartoffelklöse. Das war vollkommen in Ordnung, aber dann kam halt mein täglicher Espresso am Nachmittag. Ganz alleine und ohne süße Gesellschaft. Zum Glück ist ein Espresso so klein :-).
Die nächste Bewährungsprobe erwartete mich beim Bäcker. Ich brauchte für heute Abend ein Vollkornbrot und wurde von sämtlichen Teilchen und Kuchenstücken angelacht. Überraschenderweise lies mich das kalt. Das ist diese wunderbare Anfangsmotivation. Ich wette, wenn ich in drei Tagen zum Bäcker gehe, wird es mir körperliche Schmerzen bereiten, die Teilchen zu ignorieren.

Beim Abendessen bin ich dann reingefallen. Ich habe ein Vollkornbrot mit Käse und einen Joghurt gegessen. Nachdem ich den Joghurt verputzt hatte, fiel mir auf, dass ich vorher nicht gecheckt hatte, ob Zucker drin versteckt ist. Natürlich war er drin versteckt. Darüber sehe ich jetzt mal großzügig hinweg. Wenn nachher vorm TV der kleine Heißhunger kommt, warten noch ein paar Tomaten mit Feta auf mich und dann ist Tag 1 schon geschafft. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass die Stunden zwischen acht und zehn Uhr abends die schwersten werden…

 

 

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AnonymTina BeckerlettiKathrin Addictedtofashion Letzte Kommentartoren
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Anonym
Gast
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Ich muss mich auch wieder in Form bringen, die Feiertage haben mir wirklich sehr zugesetzt! Möchte so gut es geht auf Kohlenhydrate verzichten! Ich drücke dir die Daumen und leide mit dir 😉
Liebe Grüße Melanie ( loveshoppingmel insta )

Tina Becker
Gast
Tina Becker

"Hut ab", dass du dass durchziehen konntest.
Und viel Erfolg für die nächsten drei Monate!!!

letti
Gast

Klingt klasse. Ich baue nun am Vormittag und Nachmittag einen selbstgemachten Smoothie ein statt den Riegel da und die Süßigkeit da zu essen. Es klappt prima. So esse bzw trinke ich viel obst und Gemüse und fühle mich nach 1 Woche schon fitter und die Haut wird besser im Gesicht. Vielleicht wäre das auch was für dich?!

Kathrin Addictedtofashion
Gast
Kathrin Addictedtofashion

Danke für den Tip. Vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal aus 😉