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new in Samt Stirni

Nach fast einem Jahr des laaaangen Suchens habe ich nun endlich ein rosafarbenes Stirnband gefunden. Aber nicht so eins, wie ich die ganze Zeit gejagt habe. Ihr erinnert Euch? Rosa und mit Glitzer sollte es sein. Kein Laden war in den letzten Wochen vor mir sicher. Diese Besessenheit hat solche Außmasse angenommen, dass meine Tochter vor wenigen Tagen in einem Klamottenladen entzückt aufschrie: "Mama! Sieh mal, es gibt hier Stirnbänder." Tja, man kann nicht früh genug damit anfangen, den Kleinen das Wesentliche einzuprägen, gell? Jedenfalls habe ich dieses Stirnband nur der Tatsache zu verdanken, dass ich mich dem Diktat der Weihnachtsmaschinerie gebeugt habe. Ich liebe Weihnachten. Ich liebe es so sehr, dass ich mich seit Jahren standhaft weigere, den Wahnsinn, der bereits Mitte September losgeht, mitzumachen.

Jedes Jahr widerstehe ich brav sämtlichen Versuchungen und warte wirklich bis zum Beginn der richtigen Weihnachtszeit, bevor ich Geschenke, Deko usw. einkaufe. Aber letztes und auch vorletztes Jahr bin ich damit mal so was von auf die Nase gefallen! Ende November war das beste Zeug schon alles weg. Hallo? Da geht es doch eigentlich erst los?!?

Am Samstag war ich unterwegs, um Halloweenzeugs zu besorgen. Es war kaum noch was zu bekommen! Erfreulicherweise gab es noch in dem ein oder anderen Geschäft ein paar dunkle Ecken, in denen das Zeugs auf einem Haufen lag. Und sonst so? Weihnachten, Weihnachten, Weihnachten. Seit Wochen! ÄTZEND! Aber das muss ja auch alles schnell verkauft werden, damit Mitte Dezember die Glücksbringer für Sylvester, die Tulpen und natürlich die Karnevalskostüme ihren Platz einnehmen können. Nicht zu vergessen der Valentinstag. Auf den bereiten wir uns am besten auch schon vier Monate vorher vor. Ich sage es noch mal: ÄTZEND!

Nun denn, Ihr Lieben, dieses Jahr bin ich eingeknickt. Ich habe schon einen Adventskalender für meine Nichte gekauft (es waren nur noch acht Stück davon da, ist das zu glauben?), mich sogar dazu hinreißen lassen, ein Stück Spritzgebäck zu essen (hat nicht geschmeckt, damit werde ich definitiv noch ein paar Wochen warten!) und beschlossen, mir selbst zu gestatten, nach Halloween Weihnachtsdeko zu kaufen. Ich will das nicht, aber ich muss. Die letzten Jahre haben es mich einfach gelehrt. Die Weihnachtsmaschinerie ist mächtiger als ich und da ich das Gefühl habe, die Einzige zu sein, die standhaft ist, gebe ich auf. Letztes Jahr habe ich z.B. eine Weihnachtsbaumkugel in Form des Eifelturms leichtsinnigerweise im Oktober hängen lassen. Und Ende November waren alle weg und es kamen auch keine neuen mehr nach! War das ein Akt, noch mal so eine zu bekommen.

Das Samt Stirni habe ich übrigens vor drei Wochen bei Bijou Brigitte an einem Tag gekauft, an dem wir 25 Grad hatten und mir so gar nicht vorstellen konnte, es zu tragen. Aber ich habe es und ich freue mich darauf, es am Wochenende einzusetzen, wenn es kalt wird. Und stellt Euch vor: Bei meiner Halloween-Shoppingtour ist mir DAS Stirnband aus dem letzten Jahr über den Weg gelaufen! Genau so, wie ich es an der Frau am Karussell gesehen habe! Jetzt kommt es: Es stand mir überhaupt nicht… Schon lustig, oder? Da träume ich fast ein Jahr von dem Ding und dann sieht es scheußlich an mir aus. Puha, gut, dass ich mein Samt Stirni habe!

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Paula
Gast
Paula

Haha, wie gut kann ich das nachvollziehen! Daran, dass die Supermärkte Mitte (na ja gut inzwischen Anfang) September schon Lebkuchen, Spekulatius und Co verkaufen, habe ich mich ja inzwischen schon gewöhnt. Es muss tatsächlich Leute geben, die das bei purem Sonnenschein verdrücken! 😀 Aber dass jetzt schon Anfang Oktober Weihnachtsbaumbeleuchtung im Angebot hat selbst mich Hartgesottene schon erstaunt! Muss ich jetzt bald schon im Sommer mit der Weihnachtsbäckerei anfangen? 😀

Eva
Gast
Eva

Liebe Paula, ICH bin die Leute 😂 Früher habe ich das NIE gemacht. Mittlerweile kann ich die Vorweihnachtszeit arbeitstechnisch nicht mehr genießen. Hab mir bei 28 Grad neulich entspannt nen Lebkuchen reingeschoben und fast geweint vor Glück!! Gönnt mir Mädels!